Koriander – ein Gewürz, das es in sich hat

Koriander kennen viele aus der fernöstlichen Küche, in der sowohl die gemahlenen Früchte, als auch frische Blätter verwendet werden. In der chinesischen und indischen Medizin jedoch ist Koriander schon seit über zweitausend Jahren auch durch seine Heilkräfte bekannt.

 

Der Geruch der frischen Korianderblätter ist etwas gewöhnungsbedürftig – kein Wunder, steckt doch im Wort Koriander der Wortstamm des griechischen „koris“ für Wanze. Die Blätter sind auch vom Geschmack her anders – entweder man mag sie, oder nicht (diejenigen, die sie nicht mögen, erinnert der Geschmack etwas an Seife - Artikel auf welt.de).

 

Die Pflanze selbst ist einjährig, ungefähr 50 cm hoch mit Blättern, die aussehen wie glatte Petersilie, aber etwas mehr gefiedert.

Hauptanbauländer sind Rumänien Ungarn und Russland (wir verwenden für Arthrocumin die getrockneten, gemahlenen Früchte einer Manufaktur aus Deutschland). Als Gewürz haben die Früchte ein ganz anderes Aroma als die Blätter. Sie schmecken leicht nussig, herb und würzig und mit einem süßlichen Nachgeschmack. Getrocknete und gemahlene Korianderfrüchte werden auch oft in Curry-Gewürzmischungen verwendet.

 

Koriander hilft bei Verdauungsbeschwerden und chronischen Entzündungen

Korianderfrüchte beeinflussen in erster Linie die Verdauung. Sie wirken appetitanregend, sind hilfreich bei Völlegefühl und Blähbauch, Durchfall und traditionell auch gegen Bandwürmer wirksam. Koriander wirkt spasmolytisch (= entkrampfend), regt die Magen- und Gallensaftproduktion an und verbessert damit die Verdauung. Nicht umsonst findet man Korianderfrüchte in einer Vielzahl von Verdauungstees und Magen-Darm-Präparaten.

In alten Ayurveda-Schriften wird Koriander auch als entzündungshemmend bezeichnet. Es wirkt besonders bei Gelenkschwellungen und rheumatischen Erkrankungen, zumindest bei Laborratten besser als herkömmliche Steroid-Behandlungen.

 

Tee aus Korianderfrüchten ist wohltuend bei Atemwegsbeschwerden

Man kann aus den ungemahlenen, nur leicht zerstoßenen Früchten einen Tee brühen, der schleimlösend ist und das Abhusten erleichtert. Er eignet sich auch zur Linderung bei Bronchialasthma, indem die damit verbundene Verkrampfung gelöst wird.

Zubereitung Koriandertee: 1-2 TL Koriandersamen zerstoßen oder mörsern, mit 300 ml kochendem Wasser aufgießen und 6-8 Min. ziehen lassen. Danach durch ein Teesieb abgießen.

 

Koriander enthält viele verschiedene ätherische Öle

Die medizinisch wirksamen Bestandteile der Früchte sind ätherische Öle, sie machen etwa 1 % aus. Durch Trocknen und Mahlen werden sie noch konzentriert. Mehr als die Hälfte des Öls ist Linalool, das auch in vielen anderen Gewürzen und Pflanzen zu finden ist (wie etwa Ingwer, Hopfen, Thymian, Oregano etc.). Der Rest ist eine Mischung vieler verschiedener ätherischer Öle wie Campher oder Geraniol.